Kritik wird lauter – doch die Nachfrage nach Feuerwerk-Ausweisen bleibt
Vor 20 Jahren war es noch anders: Feuerwerk wurde an Silvester und dem 1. August einfach gezündet, grosse Gedanken machten sich die meisten nicht. Mittlerweile gibt es jedoch immer mehr Verbote und Regelungen. So braucht es seit elf Jahren etwa einen Ausweis, um grosses Feuerwerk zünden zu dürfen.
Dafür muss ein Kurs absolviert werden. Diesen bieten die Interessengemeinschaft Feuerwerk und der Schweizerische Feuerwehrverband in Zusammenarbeit an. Und die Nachfrage nach den Ausweisen sei seit zehn Jahren konstant, sagt Samuel Baumann, Präsident der nationalen Prüfungskommission, zu SRF. Von der lauter werdenden Kritik am Feuerwerkskrach gibt es hier kaum eine Spur.
Diese Ausweise gibt es
Feuerwerk ist in verschiedene Kategorien unterteilt. Es gibt auch verschiedene Prüfungen und Kurse. Die Berechtigung für Feuerwerk A (FWA) erlaubt beispielsweise nur das Abbrennen von Feuerwerk der Kategorie F4 und pyrotechnischen Gegenständen der Kategorien T2 und P2 mit einem maximalen Gewicht von 50 Kilogramm. Die Feuerwerkskörper dürfen auch nicht untereinander verbunden werden.
Der Ausweis für Feuerwerk B (FWB) hingegen erlaubt auch das Abbrennen von grossem Feuerwerk. Es darf zudem elektrisch gezündet werden. Einen separaten Ausweis gibt es auch für das Abbrennen von Bühnenfeuerwerk.
Durchmischte Kursteilnehmer
Wie SRF schreibt, machen jährlich rund 60 Personen den Ausweis für FWA und etwa 5 bis 10 Personen den Ausweis für FWB. Laut Baumann dürften in der Schweiz schon tausende Menschen berechtigt sein, grosses Feuerwerk zu zünden.
Allerdings seien die wenigsten von ihnen Personen, die des Berufes wegen grosse Feuerwerke zünden. «Vom Holzfäller bis zum Rechtsanwalt haben wir alles dabei», sagt Baumann. Zu den Zulassungsbedingungen zählt etwa, dass man mündig ist und eine Zuverlässigkeitsbescheinigung hat. Getestet werden gesetzliche Vorschriften, Sicherheit und Fachtechnik – sowohl in der Theorie als auch in der Praxis.
Ob Feuerwerkfans künftig mit weiteren Einschränkungen rechnen müssen, ist noch offen. Besonders der Lärm stört die Menschen zunehmend. Baumann gibt sich diplomatisch: «Auch ohne Knall lässt sich ein schönes Feuerwerk abbrennen.»
Auch bei Feuerwerk, das keinen Ausweis benötigt, kommt es regelmässig zu Unfällen. Mit ein paar Sicherheitsvorkehrungen lässt sich das Risiko minimieren:
(vro)
